Doz. Dr. Bernhard Angermayr

Fruktoseintoleranz
© 2019 Dr. Bernhard Angermayr

Fruktoseintoleranz

Die intestinale Fruktoseintoleranz und die Fruktosemalabsorption sind eine Unverträglichkeit von gewissen Mengen an Fruchtzucker. Ab einer gewissen Menge an Fruchtzucker besteht bei jedem Menschen eine gewisse Fruktosemalabsorbtion, wobei diese nicht immer Beschwerden machen muss.

Unangenehm, aber nichts Ernstes

Prinzipiell kann gesagt werden, dass die Fruktoseintoleranz keine ernste Erkrankung ist, sondern eher ein unangenehmer Zustand, wenn sie Beschwerden macht. Aus medizinischen Gründen ist daher keine Diät nötig, da die Beschwerden keine körperlichen Schäden verursachen. Eine Fruktoseintoleranz kann aber auch ein Symptom einer anderen Verdauungskrankheit sein, sodass ich eine Abklärung auf Fruktoseintoleranz erst nach Ausschluss anderer Ursachen empfehle.

Die Testung

Auf Wunsch führe ich in der Ordination einen Test auf Fruktosetoleranz durch. Prinzipiell halte ich diesen für nicht nötig, da nicht das Laborergebnis entscheidend ist, sondern Ihre Reaktion auf die zugeführte Fruktose. Somit können Sie selbst auch zu Hause testen, ob Sie auf eine gewisse Fruktosemenge mit Verdauungsbeschwerden reagieren.

Es muss nicht immer Fruktose sein!

Beschwerden durch Fruktose nehmen generell zu, da diese in Fertigprodukten zunehmend eingesetzt wird. Man weiß heute, dass Fruktose negative gesundheitliche Auswirkungen haben kann, sodass von einem übermäßigem Konsum abgeraten wird. Neben diversen Fertigprodukten (wie auch Müslis,...) enthalten auch Fruchtsäfte viel Fruktose, sodass diese analog zu Alkohol nur selten konsumiert werden sollten. Da wir in der glücklichen Lage sind, gutes Trinkwasser in unseren Wasserleitungen zu haben, sollte hauptsächlich dieses gegen den Durst getrunken werden.